Sie fühlen sich unwohl mit ihrem Gewicht und haben vielleicht schon jede Diät ausprobiert? Was also tun, wenn jedes erdenkliche Mittel scheitert? Viele Internetseiten werben mit sogenannten Schlankheitsmitteln und Diätpillen, um dem Übergewicht und der Fettleibigkeit den Kampf anzusagen. Viele Menschen erwarten von diesen sogenannten Wundermitteln eine Reduzierung oder auch eine Haltung des Körpergewichts, um gesundheitliche Risiken zu minimieren. Um dies zu erreichen, wird der Appetit gehemmt oder die Sättigung erhöht. Dabei werden der Energieumsatz und die Stoffwechselprozesse gesteigert. Im besten Fall wäre ein solches Mittel für jeden Menschen verträglich und es würde konsequent zu einem stetigen gesundheitlichen Wohlbefinden führen. Bis jetzt ist jedoch kein Schlankheitsmittel bekannt, welches diese Kriterien erfüllen könnte, obgleich eine solche Wunderpille von vielen Menschen mit Gewichtsproblemen erwünscht ist.

Schlankheitsmittel, die man auch Antiadiposita nennt, finden heutzutage bei sehr vielen Personen Anwendung. Neben fettleibigen Menschen mit einem BMI über 30, werden Schlankheitsmittel und Diätpillen auch von übergewichtigen Personen mit einem BMI über 25 konsumiert. Oft werden leider die ausgehenden Gefahren ignoriert. Das von Wissenschaftlern entdeckte Dinitrophenol, welches sich in den Fettverbrennern der Produkte befindet, kann zu Bluthochdruck, Atemnot oder sogar dem Tod führen. Auch der Stoff Sibutramin, welcher sich in vielen Schlankheitspillen befindet, stellt größte gesundheitliche Risiken dar. So kann er sich in lebensbedrohlicher Weise auf das Herzkreislaufsystem auswirken. Zudem kann er zum Beispiel zu Übelkeit oder Gedächtnisproblemen führen. Den Risiken sind keine Grenzen gesetzt. Ärzte sind sich über die Gefahren bewusst und verschreiben Antiadiposita erst, wenn zum Beispiel Sport oder eine Diät versagt. Aufgrund der genannten Gefahren sind in Deutschland viele Wirkstoffe nicht mehr zugelassen.

Der bekannteste zugelassene Wirkstoff ist Orlistat, ein Lipasehemmer, der ab einem BMI von 28 zur Behandlung von Übergewicht Anwendung findet. Damit wird die Verdauung von Fetten im Darm gestoppt. Leider ist auch dieser nicht frei von Nebenwirkungen. Nimmt man beispielsweise Nahrung mit einem zu hohen Fettgehalt zu sich, so kann er zu Durchfall oder Bauchschmerzen führen. Auch heißt es, dass Einzelfälle von Patienten mit Lebererkrankungen durch Orlistat bekannt sind.

Es kommt vor, dass andere Medikamente als Diätpillen missbraucht werden. Darunter zählen zum Beispiel Ephedrin und Phenylpropanolamin, die eigentlich für Tiererkrankungen gedacht sind. Auch finden sich im Internet viele Seiten, die mit Schlankheitsmitteln werben, die potente Wirkstoffe enthalten. Eine Alternative zu Antiadiposita findet sich in pflanzlichen Mitteln, die als Arznei oder Nahrungsmittelergänzungen verkauft werden. Leider ist ihre Wirksamkeit immer noch eine Glaubensfrage, da sie nicht vollends nachgewiesen wurde. Auch darf man nicht ignorieren, dass auch pflanzliche Produkte, wie zum Beispiel Tabak, wenn man ihn raucht, Nebenwirkungen haben.

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