Die Reisdiät wird bereits seit den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts angewendet. Anfangs wurde sie entwickelt, um Menschen mit Nierenproblemen oder Herzkrankheiten eine leichte, gesunde Diät anzubieten. Da sich durch den nahezu ausschließlichen Verzehr von Reis auch eine Gewichtsabnahme einstellte, greifen heute viele Übergewichtige auf die Reisdiät zurück, um schnell ein paar Pfunde abzunehmen. Als längerfristige Diät ist sie allerdings nicht zu empfehlen.

Gewichtsverlust durch Abbau von Körperflüssigkeit

Der Verzehr von Reis führt vor allem zum Abbau von Gewebewasser. Wer einige Tage vor allem Reis verzehrt, wird schnell feststellen, dass die Waage ein geringeres Gewicht anzeigt. Allerdings wird durch die Reisdiät kein Fett abgebaut, der Gewichtsverlust wird ausschließlich durch das Ausscheiden von Körperflüssigkeit erzielt. Das ist auch der größte Nachteil einer Reisdiät. Da die Fettreserven nicht angegriffen werden, wird sich nach der Diät das Gewicht schnell wieder auf Normalmaß einpendeln. Im schlimmsten Fall stellt sich der Jojo-Effekt ein: Das Gewicht ist anschließend höher als vor der Diät.

Reisdiät als Crashdiät

Eine Reisdiät als Crashdiät ist nur sinnvoll, wenn jemand ganz schnell etwas abnehmen möchte, weil zum Beispiel das Kleid für den großen Abendempfang etwas zwickt oder die Hose am Bauch kneift. Für ein bis maximal drei Tage besteht die Ernährung ausschließlich aus Reis, vorzugsweise aus Wild- oder Naturreis. Salz wird nicht zugegeben, da Salz den Körper anregt, Gewebewasser zu speichern. Allenfalls wird der Reis in etwas Brühe gekocht, damit er etwas Geschmack erhält. Ob der Reis kalt oder warm gegessen wird, ist unwichtig. Spätestens nach zwei Tagen hat sich das Gewicht leicht reduziert. Länger sollte die Reisdiät auch nicht eingehalten werden, da neben dem Jojo-Effekt zusätzlich Mangelerscheinungen auftreten können. Der Körper erhält durch die einseitige Ernährung zu wenig Vitamine und Mineralstoffe.

Reisdiät als langfristige Diät

Soll die Reisdiät längerfristig durchgeführt werden, um eine dauerhafte Gewichtsreduktion zu erreichen, wird Reis zu allen Mahlzeiten gegessen. Dazu werden verschiedene Gemüsesorten und etwas Obst gereicht. Fett und Fleisch stehen während der Diät so selten wie möglich auf dem Speiseplan. Ganz auf Fett sollte jedoch nicht verzichtet werden. Olivenöl oder Leinöl sind wichtige Spender von ungesättigten Fettsäuren, die der Körper dringend benötigt. Gesättigte Fette, wie sie in Fleisch, Butter oder Milch vorkommen, werden während der Reisdiät vermieden. Wer gar nicht auf Fleisch verzichten kann, darf gelegentlich etwas mageres Geflügel- oder Rindfleisch auf den Tisch bringen. Durch diese Form der Reisdiät wird neben dem Körperwasser auch etwas Fett abgebaut. Die Eintönigkeit der Diät macht das Durchhalten nicht einfach.

Gewicht halten durch Ernährungsumstellung

Von Dauer ist der Abnehmerfolg nach einer Reisdiät außerdem nicht. Wer nach der Reisdiät wieder normal isst, wird schnell wieder zunehmen. Als Einstieg ist ein Programm zum Abnehmen ist die Diät mit Reis geeignet. Um dauerhaft abzunehmen, bleibt jedoch nur eine komplette Ernährungsumstellung, die unbegrenzt eingehalten wird

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