Die LOGI-Methode – ein Begriff, der in den letzten rund fünf Jahren immer wieder in den Medien zu finden ist. Aber was steckt dahinter? Kommt LOGI von logisch? Oder verbringt sich dahinter, wie oftmals in wissenschaftlichen Konzeptionen und Studien, eine englisch-sprachige Abkürzung? Letzteres ist der Fall.
LOGI steht für LOW GLYCEMIC AND INSULINEMIC DIET, was soviel bedeutet, wie eine nachweisliche, diätetische Förderung von niedrigeren Blutzuckerwerten, die wiederum gesündere Insulinwerte nach sich ziehen. Das Konzept wurde vor wenigen Jahren vom promovierten Ökotrophologen Dr. Nicolai Worm entwickelt.

Abnehmen, Übergewicht und Adipositas

Auch wenn anzunehmen ist, dass sich der Begründer des LOGI-Konzeptes nicht ausgiebige Gedanken um die rein sprachwissenschaftliche Doppeldeutigkeit der Worte LOGI und logisch gemacht hat, so kann diese Konzeption, aus ernährungswissenschaftlicher Sicht, nicht nur als eine effektive Alternative zu gängigen Ernährungskonzeptionen gesehen werden, sondern auch als eine rein logische Konzeption, wie Abnehmen im Körper einfach funktioniert. Das LOGI-Konzept ist sowohl in der Prävention, als auch in der Therapie von Übergewicht und seinen damit verbundenen Krankheitsbildern einsetzbar. Egal, ob es nur um die ersehnte Bikini-Figur im Sommer geht oder ob eine gesundheitliche Notwendigkeit des Abnehmens besteht auf Grund von massivem Übergewicht in Form von sogenannter Adipositas, miteinem Body-Mass-Index (BMI) von über 30,diese Methode eignet sich für alle weiblichen und männlichen Abnehmwilligen jeglichen Alters.

Body-Mass-Index und Bauchumfang

Das LOGI-Konzept ist vor allem bei Menschen, die Übergewicht mit Bauchfettansatz besitzen, empfehlenswert. Früher wurde der Wert des Body-Mass-Indexes ausschließlich als relevantes Kriterium für Übergewicht betrachtet. Er ist leicht zu errechnen, indem das eigene Körpergewicht in kg durch die Körpergröße in m zum Quadrat geteilt wird. Krankhaftes Übergewicht fängt bei einem BMI von über 30 an, wobei das durchschnittliche und gesunde Normalgewicht bei Frauen einen BMI von 19 bis 24 und bei Männern von 20 bis 25 zeigt. Ein moderates Überwicht über diesen Normalgewichtswerten, mit einem BMI von unter 30, macht nicht immer die perfekte Figur im Bikini, wird aber nach neusten Studien als lebensverlängert eingestuft, solange die kleinen Fettpölsterchen rund um den Körper gut verteilt sind. Ausschließliches Bauchfett dagegen ist einer der höchsten Risikofaktoren für die menschliche Gesundheit überhaupt. So wurde in den letzten Jahren neben dem BMI zunehmend der gesundheitliche Fokus auf den Bauchumfang gelegt. Er sollte bei Frauen 80 cm und bei Männern 94 cm nicht überschreiten. Bei größeren Bauchumfängen, die auf Fetteinlagerungen beruhen, sind Stoffwechselstörungen im Körper vorprogrammiert.

Metabolisches Syndrom

Durch Stoffwechselstörungen auf Grund von massivem Bauchfett steigt vor allem enorm die Gefahr an Diabetes mellitus, Typ II, zu erkranken an. Zudem geht das Erscheinungsbild des krankhaften Übergewichts häufig nicht nur mit Insulinresistenz im Krankheitserscheinungsbild Diabetes, sondern auch mit Bluthochdruck und veränderten Blutfettwerten einher. Man spricht hier vom sogenannten metabolischen Syndrom, das nicht nur hohe gesundheitliche Einschränkungen im Alltag mit sich bringt, sondern auch Risiken einer erfrühten Sterblichkeit in sich birgt. Beim metabolischen Syndrom spielen vor allem eine starke Überernährung und ein ausgeprägter Bewegungsmangel die entscheidende Rolle. Mit Hilfe des Ernährungskonzeptes nach Worm kann der Organismus von der Überernährung in eine Ernährungsform übergeleitet werden, die den Stoffwechsel sozusagen wieder in seine Balance bringt. Ein zusätzliches Bewegungsprogramm oder zumindest eine tägliche, moderate Bewegung – von mindestens dreißig Minuten – sollten in jedem Fall das LOGI-Konzept unterstützen, um ein Gesundheitsplus für den Körper zu erlangen.

Eine logische Konzeption für das Gesundheitsplus

Wie ist die Methode nun ernährungswissenschaftlich konzipiert? Das LOGI-Konzept berücksichtigt traditionelle und landestypische Essgewohnheiten. Daher sind keine besonderen Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel oder Diätprodukte notwendig. Das erleichtert die Umstellung und führt auch zu keinen allzu hohen zusätzlichen Kosten. Grundprinzip ist eine kohlenhydratreduzierte Kost. Wer Kohlenhydrate allgemein reduziert, nimmt weniger Zucker und Stärke auf und belastet den Insulinstoffwechsel weniger. Dafür wird in dem Konzept der Eiweißanteil in der täglichen Nahrung erhöht. Kohlenhydrate werden im Körper anders verstoffwechselt, als Proteine. Dies führt zur allgemeinen Stoffwechseloptimierung im Körper. Eiweißhaltige Lebensmittel haben einen hohen Sättigungswert im Organismus. Werden dann noch solche proteinreichen Lebensmittel gewählt, die eine enorm hohe Nährstoffdichte und gleichzeitig eine geringe Energiedichte besitzen, wird der Körper logischer Weise gut mit Nährstoffen versorgt und bleibt, trotz weniger Energie, länger satt. Wer weniger Energie aufnimmt, als er verbraucht, nimmt automatisch ab. Dabei ist die gezielte Lebensmittelauswahl nicht als kurzfristige Diät angedacht, sondern als allgemeine Ernährungsumstellung von großem Vorteil.

Lebensmittel-Pyramide der LOGI-Methode

Wer langfristig eine Ernährungsumstellung anstrebt, sollte grundsätzlich auf eine unkomplizierte Nahrungszusammenstellung achten. Denn alles, was zu viel Zeit beansprucht, zusätzliche Kosten verursacht oder nicht die Geschmacksknospen erfreut, wird auf Dauer nicht durchgehalten oder nimmt die Freude am Essen und Genießen. Um Lebensmittel zu finden, die genau auf den persönlichen Geschmack abgestimmt sind, stellt die Lebensmittel-Pyramide des Ernährungswissenschaftlers Nicolai Worm eine gute Orientierung dar. Wer gesund, schlank und leistungsstark werden und bleiben möchte, sollte stärkefreies Gemüse mit hochwertigen Öl zubereitet und frisches Obst möglichst oft auf den Speiseplan setzen. Häufig sollten Milch, Milchprodukte, mageres Fleisch, magerer Fisch, Eier, Hülsenfrüchte und Nüsse verzehrt werden. Wenig dagegen sollte der Genuss von Kartoffeln, Nudeln, Reis und Vollkornprodukten sein. Weißmehlprodukte und Süßigkeiten sollten äußerst selten oder gar nicht gegessen werden. Mit dieser Lebensmittelauswahl bleibt der Körper dauerhaft schlank. Auf Grund möglicher Schadstoffrückstände in Obst und Gemüse und Medikamenten in tierischen Lebensmitteln, vor allem Fleischwaren, ist es zudem am sinnvollsten, hier auf Lebensmittel aus kontrolliert ökologischem Anbau zurückzugreifen. Diese sind nachweislich schadstoffärmer und weisen weniger Rückstände auf. Wer bereits unter gesundheitlichen Einschränkungen leidet, sollte eine gesunde Ernährungsumstellung mit einem Arzt oder Ernährungsberater besprechen.

Hinterlasse eine Antwort