Das Konzept hinter der Glyx-Diät versteht sich nicht als reine Schnell-Abnehm-Diät, sondern mehr als eine dauerhafte Ernährungsumstellung, die sich auf Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index stützt. Dieser glykämische Index in ein Maß dafür, wie Lebensmittel auf den Blutzuckerspiegel wirken.

Mit der Glyx-Diät werden vorzugsweise nur solche Nahrungsmittel aufgenommen, die einen langsamen und geringeren Anstieg der Blutzuckerkurve verursachen – das soll den Appetit zügeln und Fettpolster zum Schmelzen bringen. Dank dieser Ernährungsumstellung soll das Zählen von Kalorien ein Ende haben – Glücksgefühl, Leichtigkeit und Lebensfreude dagegen steigen.

Die Glyx-Diät: Patentrezept fürs Glück?

Die Glyx-Diät wurde Ende der 1990er Jahre von Marion Grillparzer benannt. “Glyx” soll dabei die Kurzform für “glykämischer Index” sein, auf den sich diese Ernährungsumstellung stützt. Die Ernährungsform, die sich an die Glyx-Diät hält, ist vollwertig – es wird Wert auf die ausreichende Zufuhr von Ballaststoffen, Fettsäuren, Vitaminen und eine ausreichende Aufnahme von Flüssigkeiten gelegt.

Das Prinzip dieser Diät stützt sich auf den glykämischen Index und auf die Reaktion des Blutzuckers nach dem Essen. Dieser Index gibt an, wie schnell der Körper durch die Nahrung aufgenommene Kohlenhydrate verdaut und diese als Zucker in das Blut gelangen. Im Rahmen der Glyx-Diät wird dabei zwischen den “guten” und den “schlechten” Kohlenhydraten unterschieden. Die Lebensmittel, die schlechte Kohlenhydrate enthalten, führen zu einem schnellen Anstieg des Blutzuckerspiegels. Dieser wiederum verursacht die Ausschüttung von Insulin, damit dieser erhöhte Zuckerwert wieder abgebaut werden kann. Je schneller der Anstieg des Blutzuckerspiegels ist, desto schneller und heftiger wird das Insulin ausgeschüttet. Ist der Insulinspiegel hoch, werden laut der Glyx-Diät die aufgenommenen Nahrungsfette nicht abgebaut, sondern direkt im Körper gespeichert. Die Glyx-Methode folgert daraus, dass nach einer solchen starken Insulinreaktion der Blutzuckerspiegel schnell wieder absinkt, was ein erneutes Hungergefühl begünstigt. Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index lassen dagegen den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen, die Insulinspitzen bleiben aus und der Heißhunger entsteht gar nicht erst.

Die Grundsätze der Glyx-Diät sind recht einfach:

  • Essen Sie bewusst und vermeiden Sie Nahrungsmittel mit einem hohen glykämischen Index.
  • Nehmen Sie drei Mahlzeiten am Tag zu sich und setzen Sie beim Abendessen auf eine hohe
  • Eiweißzufuhr in Kombination mit Lebensmitteln, die einen niedrigen glykämischen Index aufweisen.
  • Trinken Sie viel! Dabei muss es auch nicht immer nur Wasser sein: Greifen Sie zu Früchte- und Kräutertees oder geben Sie dem Wasser mit einem Spritzer Zitronensaft mehr Geschmack.
  • Vermeiden Sie gesättigte Fettsäuren, verwenden Sie hochwertige, ungesättigte Fettsäuren.
  • Bewegen Sie sich – schon ein Spaziergang, eine kleine Runde Fahrradfahren oder Schwimmen helfen effektiv beim Gewichtsabbau.

Einige Diät-Wütige greifen neben diesen Nahrungsempfehlungen aber auch auf andere Hilfsmittel zurück. Gerade in der Anfangszeit wird dann oft eine ganze Mahlzeit durch Eiweißshakes ersetzt oder es wird zu Fatburnern gegriffen. Ein reichhaltiges Angebot solcher Produkte findet sich in jedem guten Online-Shop für Kraftsportler. Solche Hilfsmittel sind am Anfang sicher nicht schlimm, vor allem da die Pfunde relativ schnell purzeln und so die Motivation erhalten bleibt. Langfristig sollte jedoch die Ernährungsumstellung auf gesunde, natürliche Kost im Vordergrund stehen.

Glyx-Werte von Lebensmitteln

Um den glykämischen Index von Nahrungsmitteln berechnen zu können, wird angenommen, dass Traubenzucker, also reine Glucose, den Wert von 100 hat. Das ist gleichermaßen der höchste verfügbare Glyx-Wert. Im Rahmen der Diät werden alle Werte von unter 55 als niedrig angesehen. Beispiele für Lebensmittel mit einem niedrigen Glyx sind unter anderem reine Milchprodukte, Nudeln sowie viele Gemüse- und Obstsorten. Werte zwischen 55 und 70 werden zu einem mittleren Glyx gezählt, diese besitzen unter anderem Vollkornbrot, normaler Zucker oder Apfelsaft. Einen hohen Glyx weisen dagegen Lebensmittel wie Weißbrot, Kartoffelpüree oder auch polierter Reis auf – diese sollten in der Diät gemieden werden, um den Blutzuckerspiegel nicht unnötig ansteigen zu lassen.
Hilfreich für eine erfolgreiche Diät sind dabei Glyx-Tabellen, die einem Ampel-System folgen. Lebensmittel mit einem niedrigen, mittleren und hohen glykämischen Index werden mit grün, gelb und rot gekennzeichnet, wann die Zusammenstellung von Mahlzeiten extrem erleichtert.

Vorteile der Glyx-Diät

Die Glyx-Diät kann auf einen großen Vorteil bauen: Sie ist im Grunde eine dauerhafte Ernährungsumstellung, die eine ausreichende Nährstoff- und Flüssigkeitszufuhr beinhaltet. Bei dieser Diät wird zudem der Verzehr von Obst und Gemüse, also reichlich Ballaststoffen, als sehr positiv bewertet. Gerade die möglichst wenig verarbeiteten und ballaststoffreichen Lebensmittel sorgen für eine gute, lang anhaltende Sättigung und liefern dabei wenig Energie, die eine Gewichtsreduktion begünstigt. Die Ernährung nach Glyx kann als gesund und vollwertig angesehen werden, da auch Nahrungsmittel wie Fisch, Fleisch und Milchprodukte auf dem Speisezettel stehen und nicht einseitig, im Gegensatz zu einigen anderen Diäten, bevorzugt werden.

Nachteile der Glyx-Diät

Jede Diät hat ihre Kritiker – so auch die Glyx-Diät. Diese hat noch keine gesicherte wissenschaftliche Basis; die Empfehlungen können oft nicht ausreichend begründet werden. So variiert zum Beispiel der glykämische Index von Lebensmittel zu Lebensmittel – und wird darüber hinaus noch durch die Zubereitung und durch die Kombination mit anderen Nahrungsmitteln verändert. So hat eine Scheibe trockenes Brot einen höheren Glyx als eine ebensolche Scheibe Brot mit Butter und Käse. Zudem sollte auch der individuelle Stoffwechsel der abnehmwilligen Person berücksichtigt werden. Ein großer Nachteil der Glyx-Diät ist auch die Tatsache, dass die zugeführte Kalorienmenge praktisch vernachlässigt wird. Diese ist aber grundlegend für eine Gewichtsreduktion – denn nur wenn mehr Kalorien verbrannt als zugeführt werden, kann sich das Ergebnis auf der Waage positiv verändern.

Die Bilanz: Glyx-Gefühl oder Diät-Frust?

Eine Glyx-Diät kann die richtige Grundlage für eine wirksame Gewichtsreduktion sein. Wer die Grundsätze beachtet, ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt, eine negative tägliche Kalorienbilanz aufweisen kann und noch dazu Sport treibt, reduziert mit großer Sicherheit seinen Körperumfang. Die Glyx-Diät kann mit kleinen Einschränkungen als gutes Hilfsmittel angesehen werden, um eine dauerhaft gesunde Ernährungsweise zu lernen.

Hinterlasse eine Antwort